Ein großes heilsames Ganzes

Im SarySa – Yoga & Health Blog veröffentliche ich Beiträge, Gedanken & Inspirationen rund um das Thema heilsames Yoga, Meditation & Klang und bewährte Methoden zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
Dieser BLOG entsteht – wie so vieles bei mir  – ganz organisch und wird allmählich mit Leben befüllt. I’ll keep you posted.

Es braucht Mut, glücklich zu sein

 

Es reicht nicht zu zweifeln, auch wenn alles ausweglos erscheint. Es reicht nicht ruhig zu sein, obwohl Du losschreien willst…  

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©Andrea Muehleck

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„Es ist nicht alles Gesundheit, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Eigentlich kann ich hier schon einen Punkt setzen. Wären da nicht die Fragen: „WAS IST GESUNDHEIT?“ und „WIE AKTIVIERE ICH MEINE SELBSTHEILUNGSKRÄFTE?“  – und damit einhergehend die Potentiale, die in mir schlummern?! 

In Zeiten von Schnelllebigkeit, Burnout und (chronischen) Erkrankungen ist Prävention und Gesundheitsförderung besonders wertvoll. Wissenschaftler und ganzheitliche Mediziner bestätigen, was im YOGA die Grundlage von allem ist: „Ist der Atem bewegt (tätig = cala), ist auch der Geist bewegt. Kommt der Atem zur Ruhe (untätig = niscala), beruhigt sich auch der Geist.“ (Hatha Yoga Pradipika 2.2). Atmung und die Stimmung hängen so eng zusammen. Es ist unmöglich ruhig zu atmen und gleichzeitig aufgeregt zu sein. Probier es aus…

YOGA ist das Einswerden mit unserem Atem und bringt Körper, Geist und Seele zusammen. Im Kern ist Yoga ein spiritueller Übungsweg. Aber was genau heißt das? Gehen wir kurz weg von dem abstrakten Bild des großen Ganzen, das sich bei dem Wort „spirituell“ vermutlich direkt aufbaut. Brechen wir es einmal herunter: Spiritus steht lateinisch für „ATEM“. Psyche steht altgriechisch für „Seele, Geist , Hauch oder auch ATEM“. Und der Körper (lateinisch corpus) ist sozusagen unser Resonanzgefäß durch das der ATEM fließt, schwingt, zirkuliert und für einen funktionierenden Stoffwechsel sorgt. 

Wie Du siehst, beinhaltet der Satz YOGA ist das Einswerden mit unserem Atem und bringt Körper, Geist und Seele zusammen.“ alle essentiellen Elementen des Lebens. Aus dem heraus können wir das Bild wieder aufziehen und uns viel besser mit dem großen Ganze verbinden und mit vollem Herzen aus ihm schöpfen. 

Das ist FÜLLE. 

YOGA ist ein Zustand, in dem unsere „innere Sicherheit“, die „intuitive Kreativität“ und „Selbstheilungskräfte“ aktiviert sind. Es ist eine ganzheitliche, integrale Praxis der Verbundenheit. Es schließt nichts aus und alles ein, was zur Heilung gut tut. Alles findet im YOGA seinen Platz und wir öffnen damit faszinierend neue, undenkbare Räume. Genau damit beginnt in meinen Augen „heilsamer YOGA“. 

Es gibt viele Aspekte im YOGA, aber es gibt immer nur ein Ziel: Klarheit ! Die geistige Klarheit, aber auch die Reinigung und Harmonisierung auf körperlicher Ebene! Dabei gibt uns YOGA viele Methoden und Möglichkeiten an die Hand wie wir diese „Klarheit“ verinnerlichen können. Es ist ein unerschöpflicher Schatz, aus dem wir uns bedienen können – und dabei so intuitiv, natürlich und in sich vollkommen kreativ. Was wir auch ganz schön daran erkennen, dass es so viele zusammenhängende Facetten gibt: sei es die Therapieform für den Körper (Asanas), die klaren „Leitfäden“ für die Psyche (Yogaphilosopie), Atem- und Bewegungsmeditationen (Meditation & Pranayama) – nur um einige zu nennen. 

Das ist EINHEIT. 

Und in der Einheit gibt es nur die Ganzheit – das ist ein ungeschriebenes Naturgesetz. 

Besonders in turbulenten Lebensphasen kann diese Art des innerlichen Tiefgangs sehr heilsam sein. Du ergatterst Dir damit quasi einen Logenplatz im windstillen Auge des WirbelsturmsIn dieser Stille lassen sich die mentalen „Unruhestifter“ am besten auflösen. Es wird klarer und leichter.

Die Kunst der Meditation ist kein Mysterium und Meditation ist kein „starres Sitzen und Gedanken verbannen“. Meditation ist der direkte Zugang zur Innenwelt und gleichzeitig die klare Sicht auf die Außenwelt. Sie ist der freie Fluss unserer Lebensenergie (Prana). Falls das in Deinen Ohren „esotherisch“ klingen sollte, dann gebe ich Dir recht! Esoterikos ist altgriechisch und bedeutet nichts weniger als „innerlich, dem inneren Bereich zugehörig“. 

Meditation ist unsere direkte Verbindung zur „inneren Quelle“. Das ist das Wesen unserer Natur, unsere Stimme der Intuition. 

Das ist KLARHEIT.

Klang ist ein Weg, um uns auf Neues und Positives (positive Vibes) einzuschwingen. Schwingungen, mit denen wir darüber hinaus auch Altes und Negatives auflösen können. Erfahrungen machen wir über unseren Körper. Jetzt geben wir ihm gezielt neue Impulse. 

Klang wirkt sich auf unseren gesamten Organismus aus und auch auf unsere Psyche, das hat auch die Wissenschaft erkannt. Der menschliche Körper besteht aus über 75 Billionen oder 75 000 000 000 000 einzelnen Zellen, 100 Milliarden davon sind Nervenzellen. 70% des Wassers in unserem Körper befindet sich im Innern unserer Zellen, der Rest zwischen den Zellen. Die Vibrationen von beispielsweise Klangschalen und Mantra können bis auf Zellebene wirken, unsere Nervenzellen anregen und uns harmonisieren und energetisieren. Ja, sogar energetische Blockaden auflösen. Alles ist Schwingung. Schwingen wir doch in unserer natürlichen Frequenz! 

Übrigens: Was hat Dein Geist heute schon gefrühstückt? Wort ist Klang. Selbst einfache Worte im täglichen Umgang hinterlassen ihre Spuren. Die Nahrung des Geistes ist daher genauso wichtig wie die reichhaltige Nahrung, die wir unserem Körper geben wollen. In Gegenwart des Geistes ist es deshalb bereits reinigend und wohltuend, wenn wir unseren Worten bewusst Achtsamkeit schenken. 

Das ist LEICHTIGKEIT. 

Atha yoga-anuśāsanam

Yoga Sutra 1.1
"Jetzt erfolgt eine Einführung in Yoga, die auf Erfahrung beruht. Einheit lässt sich nicht erdenken oder erfühlen, sondern übend erfahren." (R. Sriram)

Yogaś citta vṛtti nirodhaḥ

Yoga Sutra 1.2 - "Yoga ist der Zustand, in dem die Bewegungen des Geistes in eine dynamische Stille übergehen. Einheit besteht, wenn alle Gefühle & Gedanken zueinander finden." (R. Sriram)

Tadā draṣṭuḥ svarūpe`vasthānam

Yoga Sutra 1.3 - "In diesem Zustand ruht das sehende Selbst in der eigenen Form. Besteht Einheit wird der wesentliche Kern unseres Selbst erkannt." (R. Sriram)